Bewerb mit Jury und Publikum 1984
Gert Eggenberger
Gert Eggenberger

Bachmann-Preis-Archiv von 1977 bis heute

Hier finden Sie alle Informationen rund um den Ingeborg-Bachmann-Preis seit Beginn des Bewerbs im Rahmen der „Woche der Begegnung“ im Jahr 1977.

Der Kärntner Buchautor und Journalist Humbert Fink und der damalige Landesintendant des Österreichischen Rundfunks (ORF) in Kärnten, Ernst Willner, hatten Mitte der 70er Jahre die Idee, in Klagenfurt einen Literaturwettbewerb nach dem Vorbild der Diskussionen der „Gruppe 47“ ins Leben zu rufen und den Hauptpreis nach der Klagenfurter Autorin Ingeborg Bachmann zu benennen.

Woche der Begegnung
H. G. Trenkwalder
Woche der Begegnung

Erste Auflage 1977

Die erste Auflage der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ fand im Jahr 1977 statt. Und zwar im Rahmen der „Woche der Begegnung“ (WdB), einer Reihe der Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt und des ORF-Landesstudios Kärnten, die auch zahlreiche Kulturveranstaltungen im Bereich der Musik, der darstellenden und bildenden Kunst umfasste.

Die TeilnehmerInnen an den Lesungen für den „Ingeborg-Bachmann-Preis“ sollten sich einer kompetenten Fachjury stellen, deren Mitglieder von Marcel Reich-Ranicki, Ernst Willner (für den ORF) und Humbert Fink (für die Stadt Klagenfurt) ausgewählt wurden. Eingeladen wurden die TeilnehmerInnen ebenfalls von Willner und Fink. Die Einladungen erfolgten im Einvernehmen mit der Jury. Jeder Juror hatte dabei das Recht, geeignete Autorinnen und Autoren für den Wettbewerb vorzuschlagen oder aus der Liste der BewerberInnen zu streichen.

Woche der Begegnung
H. G. Trenkwalder
Ab 1983 fanden die Lesungen dann im ORF-Theater statt

Die ersten Jahre

Pressestimmen nach erstem Bewerb

Ulrich Greiner, FAZ: „Ein theatralisches Ereignis, mit Höhepunkten, spannenden Augenblicken und rhethorischen Glanzleistungen, aber auch mit absoluten Tiefpunkten, unerfreulichen Auftritten und inkompetentem Gerede… Karin Struck, die zornig und verletzt abreiste, war das erste sichtbare Opfer des Ingeborg-Bachmann-Preises.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Juni 1977)

Sigrid Löffler, „Kaputt in Klagenfurt“: „Den Schriftstellern und ihren Produkten schadet das Klagenfurter Dreitagerennen um den fetten Scheck auf jeden Fall. Ein würdeloses Wettlesen, bei dem eine auf der Strecke blieb – die Literatur – und einer profitierte – der Suhrkamp-Verlag. Drei Pferdchen aus dem Suhrkamp-Stall (Jonke, Fröhlich, Laederach) als Bestplazierte, ein Pferdchen (Struck) sensationell gestürzt – Stallbesitzer Unseld wird sich gratulieren dürfen.“ (profil, Wien, 28. Juni 1977)

Marcel Reich-Ranicki, „Klagenfurter Texte“: („Aber was hat denn nun eigentlich im Juni 1977 in Klagenfurt stattgefunden? Ein Fest der Literatur? Ein Wettbewerb mit zwei Preisen und einem Stipendium? Ein Dichtermarkt? Eine Art Börse? Wirklich eine Arbeitstagung? Oder gar eine literarische Modenschau? Es war, glaube ich, alles auf einmal – und das ist gut so“. (Klagenfurter Texte, 1977]

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